Die Wirtschaft in Simbabwe lahmt
In den letzten Jahren ist es zu beobachten, dass sich afrikanische Länder immer mehr am weltweiten Wirtschaftswachstum beteiligen. Vor allem das afrikanische Land Simbabwe wird wirtschaftlich gesehen für Investoren und Unternehmen immer attraktiver. Der zunehmende wirtschaftliche Erfolg des Landes wirkt sich auch positiv auf das Leben der dort wohnhaften Menschen aus. Nach und nach werden die sozialen Systeme reformiert und an den Standard der westlichen Zivilisation angepasst.
Häufig wird den Landespolitikern vorgeworfen, sie würden zu wenig für das Landesinnere beziehungsweise für die Menschen tun. Dann kann es durchaus passieren, dass die Bevölkerung sich dagegen auflehnt und so versucht, auf Missstände im eigenen Land aufmerksam zu machen. So geschah es kürzlich in Simbabwe. Ein Generalstreik legte das gesamte öffentliche Leben lahm. Der Ausstand dauerte 24 Stunden und richtete sich gegen die eigene Landesregierung. Diese wollte durch ein Gesetz bestimmen, dass Farmer mit weißer Hautfarbe zu enteignen wären. Dieser diskriminierende Vorschlag stieß nicht nur im eigenen Land, sondern auch weltweit auf Besorgnis. Zu diesem Streik riefen gleich mehrere Initiativen auf. Einerseits ist die politische Opposition des Landes dafür verantwortlich. Aber auch der hiesige Bauernverband zählt zu den Initiatoren des Streiks. Der Aufruf fand großen Anklang in der Bevölkerung. Ein Verbandssprecher gab kürzlich an, dass sich vor allen Dingen in den ländlichen Regionen von Simbabwe viele Menschen dazu bereit erklärt haben, für eine gerechtere Politik zu kämpfen.
Sämtliche öffentliche Gebäude hielten an diesem Tag ihre Türen verschlossen. Dazu gehörten Banken, verschiedene Geschäfte, sowie Fabriken. Aber auch Behördengänge konnten am Streik Tag nicht ausgeführt werden. Die Veranstalter sind mit dem Verlauf des Streiks sehr zufrieden. Ob die Aktion aber bei den führenden Politikern des Landes angekommen ist beziehungsweise irgendeine Wirkung zeigen wird, muss sich erst noch herausstellen. Bis zum aktuellen Zeitpunkt war noch keine Reaktion zum Ausstand aus der Regierung wahrzunehmen. Mit dieser Aktion haben die Einwohner Simbabwes eindrucksvoll bewiesen, dass sie bereit sind für die Einhaltung der Menschenrechte einzustehen. Der Streik wurde weltweit begrüßt und der Mut der Menschen gelobt. Es kann durchaus passieren, dass es derartige Aktionen auch in anderen afrikanischen Ländern geben wird. Denn leider gibt es nicht nur in Simbabwe soziale und wirtschaftliche Missstände und Ungleichbehandlungen zu beklagen. So haben die Einwohner Simbabwes mittlerweile auch die Möglichkeit, bei Rechtsstreitigkeiten eine Rechtsschutzversicherung in Anspruch zu nehmen. Ein wirtschaftlicher Wandel kann aber immer auch weitere Probleme nach sich ziehen.