Gebirge und Berge in Afrika
Afrika ist nach Asien der zweitgrößte Kontinent der Erde und aufgrund der atemberaubenden Vielfalt des Landes, zieht es immer mehr Touristen dort hin. Neben vielen flachen Gebieten gibt es auf dem schwarzen Kontinent, wie Afrika umgangssprachlich genannt wird, auch mehrere Gebirge mit drei Bergen über 5000 Metern sowie zahlreichen Erhebungen über 4000 Meter. Im Nordwesten zieht sich beispielsweise das Atlas- bzw. Maghreb-Gebirge durch die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien. Dieses entstand ebenso wie die Alpen durch die Annäherung der afrikanischen an die Eurasische Platte. Der große Afrikanische Grabenbruch zieht sich durch Ostafrika und bildet unter anderem mit dem Kilimandscharo-Massiv das höchste Bergmassiv des Kontinents.
Das Kilimandscharo-Massiv:
Mit einer offiziellen Höhe von 5895 Metern ist das Kilimandscharo-Massiv das höchste Bergmassiv Afrikas. Die höchste Erhebung ist der Kibo im Nordosten Tansanias. Von 1902 bis 1918 trug das Massiv den Namen Kaiser-Wilhelm-Spitze oder auch Wilhelmskuppe. Im Wesentlichen besteht das Massiv aus drei erloschenen Vulkanen. Höchste Erhebung ist wie bereits erwähnt der Kibo, was übersetzt soviel wie „der Helle“ bedeutet. Etwa zehn Kilometer östlich davon befindet sich der 5.148 m hohe Mawenz (=der Dunkle“). Ebenfalls vom Kibo aus erreicht man über einen durchschnittlich 3700 Meter Sattel den 3962 Meter hohen „Shira“. Auch wenn sich das Kilimandscharo-Massiv in den tropischen Regionen Afrikas befindet, gehört es dennoch zu den drei vergletscherten Hochgebirgen Afrikas. Hierzu gehören noch die ebenfalls in Äquatorial-Ostafrika liegenden Ruwenzori-Gebirge und das nur noch wenig vergletscherte Mount-Kenya-Massiv. Die Landschaft rund um das Kilimandscharo-Massiv gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Der Batian im Mount-KeniaMassiv:
Nach dem Kibo ist der ist der Batian mit 5199 Metern der zweithöchste Berg Afrikas. Er ist gleichzeitig die höchste Erhebung des Mount-Kenya-Massivs. Der Batian befindet sich etwa 140 Kilometer nordöstlich der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Wie in anderen Kontinenten gilt auch in Afrika der zweithöchste Berg erheblich schwieriger zu besteigen als die höchste Erhebung des Kontinents. So kann der Kibo über relativ einfache Trekkingpfade bestiegen werden, während für den Batian aufgrund seiner schroffen Felsspitze besondere Kletterkenntnisse erforderlich sind.
Das Ruwenzori-Gebirge:
Auf Platz drei der mächtigsten Gebirge Afrikas kommt das Ruwenzori-Gebirge. Es befindet sich ebenfalls in Ostafrika an der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Uganda. Aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung gehört das Ruwenzori-Gebirge ebenfalls zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der höchste Berg des Gebirges ist mit 5109 Metern der Pic Marguerite, welcher sich genau auf der Grenze zwischen Uganda und dem Kongo befindet. Das Ruwenzori-Gebirge beruht als einziges der hohen afrikanischen Gebirge nicht auf einem vulkanischen Ursprung. Entstanden ist das Gebirge aufgrund eines Bruchs der afrikanischen Kontinentalplatte. Charakteristisch sind die hohe Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent sowie die oftmals sehr massiven Niederschläge. Es regnet an etwa 300 Tagen pro Jahr und die warmen Aufwinde sorgen für eine sehr starke Verdunstung.
Drakensberge im südlichen Afrika:
Die Drakensberge sind bis zu 3482 Meter hoch und damit das höchste Gebirge des südlichen Afrikas. Das Gebirge wird in die nördlichen, südlichen und zentralen Drakensberge unterschieden, bildet den Abschluss des südafrikanischen Binnenhochlands und dient gleichzeitig auch als natürliche Grenze zwischen KwaZulu-Natal und Lesotho.