Stadtführungen im Hamburger Nachtleben
Die Hansestadt Hamburg gilt als Deutschlands Tor zur Welt, da sie den größten Überseehafen der Bundesrepublik beherbergt. Viele “Südländer” mag es überraschen, zu hören, dass die Metropole, die mit fast zwei Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands ist, nicht an der Küste, sondern ungefähr 100 Kilometer davon entfernt im Binnenland liegt. Neben seinem Hafen ist Hamburg in erster Linie für sein reges Nachtleben bekannt. Das stammt noch aus der Zeit, als große Frachtschiffe mit zahlreicher Besatzung manchmal wochenlang im Hafen zum Be- und Entladen vor Anker lagen und die Mannschaft beim Landgang Abwechslung und Zerstreuung suchte.
Diese Zerstreuung fanden sie im weltberühmten Ortsteil St. Pauli, einem Gebiet, das zum Stadtteil Hamburg-Mitte gehört. Das berühmte Rotlichtviertel wird besonders durch die Reeperbahn geprägt, eine Straße, die sich etwa einen Kilometer lang durch St. Pauli zieht. Auch heute noch reihen sich dort Bars, Nachtklubs und Diskotheken aneinander. Das Bild der Besucher wird heute jedoch nicht mehr durch Seeleute, sondern durch Touristen geprägt. Der Gesamtcharakter als Amüsiermeile hat sich gegenüber früher hier nicht verändert. Die Reeperbahn gilt als sündigste Meile der Welt. Parallel zur Reeperbahn verläuft die Herbertstraße, ein Straßenzug, der nur zu Fuß betreten werden darf und in dem sich ein Bordell an das andere reiht.
Glaubt man allerdings, dass die Reeperbahn lediglich Bordelle, Striplokale oder Nachtklubs zu bieten hat, irrt man gewaltig. Nicht umsonst werden sowohl durch St. Pauli als auch speziell auf der Reeperbahn tägliche Führungen angeboten, die mit den Sehenswürdigkeiten dieser berühmten Orte näher bekannt machen. So befindet sich dort der Beatlesplatz mit der Dauerausstellung “Beatlemania”. Andere berühmte Straßen und Plätze in St. Pauli sind die “Große Freiheit”, berühmt durch den Film mit Hans Albers, und der nach ihm benannte Platz, auf dem auch ein Denkmal des berühmten Schauspielers steht.